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Das Rote Haus

nominated for:
DAM Preis 2027
BDA Berlin Preis 2024

published in:
Baunetz
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Archaic
HIC 
Afasia

Berlin Neukölln - Böhmisches Dorf
120 m² house / 150m² garden
ongoing

project team:  Leandra Pauls, Julius Zucco, Ivan Pashov, Léolo Lawinski, Kalle Niemann, Minho Park, Eric Wolfgang Eisenhut, Martino Pacchetti, Francesca Esposito, Alessandro Cugola

structural engineer: Volker Link, Christian Peters

photos:  Quynh Tran, Anja Dotter, Julian Breinersdorfer

In the center of Berlin-Neukölln lies a village. Founded in 1737 by Protestant refugees as Böhmisch-Rixdorf (Bohemian Rixdorf), many of its half-timbered farmhouses are still inhabited by descendants of the original settlers.
Rotes Haus stands on a small 271-square-meter plot, at the intersection of city and village, bordered by an old town wall and a five-story Gründerzeit building. Over the past 100 years, the plot was used first as a coal trading yard, later as storage for a roofing company, and was completely sealed over.
In 2011, its conversion into a residential studio began. From the storage hall, the steel structure and the wooden roof were retained. The corrugated plastic side walls were replaced with single-glazed glass. Barely separated from the garden, the flowing space is defined only by the historic outer walls. The accessible roof has been planted as a productive garden.
The paved plot was unsealed by hand by the architect, to make room for a diverse ecosystem. Today, 25 tree species alone thrive on this tiny area, many of them self-seeded. A strip of roof was removed; beneath it now lies a technology-free pond up to two meters deep, with a small island. Framed by the preserved red steel structure of the former hall, it adds water and thermal storage to the ecosystem, and attracts herons and toads.
House and garden remain in ongoing transformation. The next construction phase envisions a two-story extension of the coach house in half-timbered style, with construction scheduled to begin in summer 2026.

Mitten im urbanen Zentrum von Berlin-Neukölln befindet sich ein Dorf. Gegründet 1737 von protestantischen Flüchtlingen als Böhmisch-Rixdorf, werden viele seiner Fachwerkhöfe von Nachkommen der ursprünglichen Siedler bewohnt.
Das Rote Haus steht auf einem 271 Quadratmeter kleinen Grundstück, an der Schnittstelle zwischen Stadt und Dorf, eingefasst von einer alten Stadtmauer und einem fünfstöckigen Gründerzeitbau. In den vergangenen 100 Jahren wurde das Grundstück erst als Kohlenhandel, später als Lager einer Dachdeckerei genutzt und war vollständig versiegelt.
2011 begann die Umwandlung in ein Wohnatelier. Von der Lagerhalle blieben die Stahlstruktur und das Holzdach. Die Seitenwände aus Wellplastik wurden durch eine Einfachverglasung ersetzt. Kaum getrennt vom Garten, wird der fließende Raum erst durch die historischen Außenmauern gefasst. Das begehbare Dach ist als Nutzgarten begrünt.
Das betonierte Grundstück wurde in Handarbeit durch den Architekten entsiegelt, um einem vielseitigen Ökosystem Raum zu geben. Auf der winzigen Fläche gedeihen heute allein 25 Baumarten, viele davon wild gewachsen. Ein Dachstreifen wurde entfernt; darunter befindet sich nun ein technikfreier, bis zu zwei Metern tiefer Teich mit einer kleinen Insel. Er wird von der erhaltenen roten Stahlstruktur der ehemaligen Halle gerahmt, fügt dem Ökosystem Wasser sowie einen thermischen Speicher hinzu und lockt Reiher und Kröten an.
Haus und Garten befinden sich in fortlaufender Transformation. In der nächsten Bauphase ist eine zweigeschossige Aufstockung der Remise in Fachwerkbauweise geplant, der Baubeginn ist für den Sommer 2026 vorgesehen.










Mark